Hauptsache Arbeit!


___________________________________________________Foto (c) Christoph Oldenkotte
HAUPTSACHE ARBEIT!

Straßenfeger von Sibylle Berg

Regie: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musik: Paolo Greco

WER SICHERHEIT DER FREIHEIT VORZIEHT, IST ZU RECHT EIN SKLAVE! (Aristoteles)

Badische Landesbühne
Premiere: 05. April 2012
Diese Produktion ist abgespielt.


Wolf E. Rahlfs brachte in Bruchsal eine fulminante Inszenierung von „Hauptsache Arbeit!“ heraus. (…) Die Autorin (Sibylle Berg) entwirft ein Panoptikum der Erniedrigung und der Niedertracht (…), ein turbokapitalistisch beschleunigtes Auf-und-Ab zwischen Lebenslügen, schütteren Träumen und Konsumansprüchen. Diese Achterbahnfahrt hat der Regisseur Wolf E. Rahlfs grandios umgesetzt. Wie ein DJ, der den Regler mit lockerer Hand rauf- und runterzieht, treibt er die Stimmung auf Ballermann-Höhen, um sie unversehens in Momente seelischer Offenbarung zu schleudern. Das sind dann Szenen von starker emotionaler Dichte. (…) Wie überhaupt das Ensemble enorme Verve vorlegt (…) Leidenschaftlicher Applaus für eine Inszenierung, die nur einen Nachteil hat: Sie steht kaum auf dem Spielplan.

– BNN (Badische Neueste Nachrichten)

Das Arbeitsleben ist kein Ponyhof. (…) Wie derb und böse darf Satire sein? Diese Frage muss man sich zwangsläufig bei diesem Stück stellen. Die Autorin Sibylle Berg scheint hier wenig Skrupel zu haben (und) entwickelt ein „Spiel“ der Extreme. (…) Das Stück polarisiert stark. (…) Es gibt zur Bewertung des Stücks durchaus zwei Meinungen, zur Leistung der Schauspieler kann es nur eine geben: „Allererste Sahne.“

– Rhein-Neckar-Zeitung

Selektion durch Sex und Stromstöße (…) Überspitzt und schonungslos überzeugte das Theaterstück „Hauptsache Arbeit“ (…) Wie abhängig Arbeitnehmer in einer modernen Leistungsgesellschaft von ihrem Arbeitsplatz sind, wurde in der Sozialgroteske von Sibylle Berg schockierend aufgezeigt. (…) Am Ende schlucken alle die Pille des Vergessens, was einem kollektiven Suizid gleichkommt. Sie liegen halbnackt und ohnmächtig am Boden. Die Badische Landesbühne überzeugte durch ihre ausgezeichnete Schauspielkunst und zügige Szenenwechsel. Es war eine grandiose Aufführung mit echtem Tiefgang, die ihren Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

– Münchner Merkur

Starker Tobak für die Zuschauer, denen der Schreck in die Glieder fährt. (…) Die Akteure bekamen viel Applaus für die Darstellung eines Stücks, das zum Nachdenken anregte und die Zuschauer mit manch dunklem Gedanken in den Abend entließ.

– Fränkische Nachrichten


Besetzung:
Chef: Matthias Hinz
Motivationsratte: Alice Katharina Schmidt

Die Angestellten eines Versicherungskonzerns:
Cornelia Heilmann, Evelyn Nagel, Andrea Nistor, Sandra Pohl;
Martin Brunnemann, Markus Hennes, Stefan Holm, Hannes Höchsmann.